Die Kampagne war kein Auftrag eines Kunden, sondern ein ganz eigenes Projekt – welchen Impact soll es haben?
CHRISTINE ZIMMERMANN: Das Projekt soll grundsätzlich die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Frauen auch in der heutigen Zeit in der Politik immer noch massiv untervertreten sind. Aus der Perspektive des Designs nutzen wir unsere selbstinitiierten Labprojekte, um uns mit Themen auseinanderzusetzen, bei denen wir als Kommunikationsdesignerinnen unausgeschöpftes Potenzial sehen. Diesbezüglich lag unser Interesse bei diesem Projekt neben der Datenvisualisierung vor allem auch auf der Exploration der Möglichkeiten im Hinblick auf eine crossmediale Kommunikation.
Und warum der politische Fokus – Sie hätten ja auch Frauen in der Wirtschaft thematisieren können?
CHRISTINE ZIMMERMANN: In der Politik kann die wahlberechtigte Bevölkerung, unser Zielpublikum, am besten direkt bei der nächsten Wahl etwas beeinflussen – deshalb haben wir mit diesen Daten gearbeitet. Somit ist das Projekt auch als konkrete Handlungsaufforderung zu verstehen – es soll zur Exploration des Datensatzes, zum Denken und Handeln anregen.
Wie komplex war die Aufbereitung der Datenbasis und deren Visualisierung?
CHRISTINE ZIMMERMANN: Die Daten von der Inter-Parliamentary Union waren bereits in einem sehr guten Zustand – das heißt, sie waren seriös erhoben und hatten genügend Tiefe. Wir sprechen hier von Werten zu allen Ländern, inklusive Zuordnung zu den Kontinenten, und der historischen Entwicklung seit 1950. Zugleich ist es wichtig, dass die Daten in einer Form visualisiert werden, deren Komplexität das Zielpublikum nicht erschlägt, sondern ...
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